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Friederike stürmt durch Witten: Stadt bittet um Mithilfe, bei Gefahrenlagen aber vor allem um Vorsicht

Schon zur Mittagszeit hat Sturmtief Friederike in Witten eine deutliche Spur hinterlassen: Ist man im  Stadtgebiet unterwegs, zeigen sich die Orkanböen in wild schaukelnden Ampeln, in umgestürzten Mülltonnen und unschön tanzendem Abfall, in auf- und zuschlagenden Papiertonnen (mitsamt umherfliegendem Inhalt), in beschädigten Dächern und kaputten Werbetafeln, und in geborstene Dachziegeln auf Gehsteigen. Straßen mit dichtem Baumbestand hatten schon am Morgen eine unerfreuliche Ähnlichkeit mit der Hohensteiner Finnenbahn für die Jogger: Denn über die Straßen verteilt lagen im besten Fall nur Unmengen an Kleinstästen, an anderen Stellen aber auch dicke Zweige oder entwurzelte Bäume.  Das „Flatterband“ macht seinem Namen an vielen Stellen alle Ehre. Busse und Bahnen stellen den Verkehr ein.

Betriebsamt, Baumdienste und Feuerwehr sind im Dauereinsatz, stemmen neben den Tagesaufgaben natürlich auch die zusätzlichen Problemlagen: sägen, häckseln, freiräumen.

Die Stadt Witten bittet deshalb ganz herzlich darum – so selbstverständlich es ohnehin sein mag -, die städtischen Kräfte nach Abklingen von Friederike beim Aufräumen zu unterstützen. „Wenn jeder ein bisschen Müll aufsammelt, sollten das Stadtbild morgen wieder einigermaßen hergestellt sein“, hoffen die Müllwerker und die Straßenreiniger, die sich über jede zusätzliche Hand freuen. „Man merkt, dass die Leute nicht nur mit anpacken, weil es in der Straßenreinigungssatzung drin steht“, freut sich ein Müllwerker über Bürger, die fliegenden Müll vor ihren Grundstücken aufsammeln. „Einer meinte zu mir: ‚Ist doch klar, dass hier jede Hand gefragt ist. Ich mache ja nicht Eure Arbeit und Ihr spielt Euch anne Füße, sondern jeder macht seinen Teil.‘“ 

Von anderen Dingen, das ist genauso selbstverständlich, sollten die Bürger/innen natürlich die Finger lassen und Profis zur Hilfe rufen. Reichlich zu tun hatte in diesem Sinne die Feuerwehr: Bis 14 Uhr stieg die Anzahl der Einsätze auf etwa 75. Sämtliche Kräfte der Wittener Feuerwehr sind alarmiert, die Berufsfeuerwehr hat Freischichtalarm ausgelöst. Das THW ist ebenfalls mit etwa 25 Einsatzkräften im Einsatz. Eine Person wurde in Stockum durch ein umherfliegendes Metallteil leicht verletzt. An der Hellwegschule wurde ein Teil des Daches der Turnhalle beschädigt, das THW ist dort im Einsatz. An der Crengeldanzstraße wurde durch einen umgestürzten Baum der Fahrdraht der DB beschädigt. Vor dem Diakonissen Krankenhaus war ein Baum im Bereich des Haupteinganges umgestürzt. Zudem beschäftigte gegen Mittag ein brennender PKW in der Diakonissenstraße die Feuerwehr.

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